Die Neugestaltung des Opelkreisels hat in den letzten Wochen seit der Eröffnung des IKEA-Möbelmarktes für zahlreiche Staus und Unmut unter den Betroffenen gesorgt. Die Betroffenen sind dabei zum einen diejenigen, die das Gewerbegebiet West und die dortigen Geschäfte aufsuchen wollen, zum anderen diejenigen, die als Gewerbetreibende dort ihren Standort haben und – last not least – auch die vielen Pendler, die insbesondere abends auf dem Heimweg dann bereits auf der Autobahn oder unmittelbar danach auf der Abfahrt zur B270 im Stau stehen, statt nach Hause zur Familie zu kommen.
Die fachliche Einbindung eines Planungsbüros zur effizienten Gestaltung des Opelkreisels, welcher durch die Anbindung des IKEA-Möbelmarktes dauerhaft zusätzlichen Ziel- und Quellverkehr verursacht, war sicherlich geboten und richtig. Man kann schließlich von den Ratsmitgliedern nicht verlangen, dass sie hier zwingend über das erforderliche Fachwissen verfügen. Bei der Stadtverwaltung und der Stadtspitze hingegen sollte zumindest ein Grundwissen über verkehrsplanerische Aspekte im zuständigen Fachreferat vorhanden sein, so dass eine kritische Auseinandersetzung mit dem hinzugezogenen Planungsbüro möglich sein müsste.
Was hier bei der Planung und der Umgestaltung des Opelkreises jedoch letztlich zu diesem – positiv ausgedrückt – suboptimalen Ergebnis bzw. den jetzigen Ärgernissen geführt hat, ist alles andere als eine „konstruktiv kritische Auseinandersetzung bzw. Begleitung“ der Planung und Ausführung. Man könnte nun wiederum in den üblichen Lauterer Modus des Gezänks zwischen den Parteien verfallen; man kann – der Sache Rechnung tragend – allerdings auch konstruktiv an einer Lösung dieses Missstandes arbeiten. Und gerade letzteres wäre hier – entgegen der Lauterer Tradition – angebracht. Alternative Handlungsweisen verbieten sich angesichts des Ausmaßes des Chaos´ am Opelkreisel und seiner Folgen für die Gewerbetreibenden, Konsumenten und Pendler.
Aus Sicht der CDU wäre es jetzt geboten, innerhalb allerkürzester Zeit eine Erhebung des Verkehrsaufkommens zu veranlassen und durchzuführen. Nur so lassen sich verlässliche Zahlen über die – zum einen aktuellen, zum anderen aber auch künftigen – Verkehrsströme gewinnen. Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, dass aktuell zum einen weniger Verkehr ins Gewerbegebiet strömt, weil man bereits die Geduld des Wartens im Kreisel verloren und resigniert andere Einkaufsmöglichkeiten eruiert hat, zum anderen derzeit aber noch der Reiz des Neuen und damit ein erhöhter Besucherstrom zum IKEA-Markt besteht. Dazu kommen auch noch die Sommerferien, die sich bekanntermaßen auch auf die Verkehrsströme auswirken.
Nach der Analyse der Verkehrsströme sollte dann eine Lösung gefunden werden, die vermutlich zumindest Möglichkeiten wie Behelfsausfahrten für den IKEA-Markt von Seiten der A6 vorsehen, um den Verkehrsfluss auf der Autobahn und den Zu- bzw. Abfahrten zu gewährleisten. Alternativ bzw. ergänzend hierzu können auch verkehrstechnische Maßnahmen wie eine ausreichende Hinweisbeschilderung oder Verkehrsleitsysteme als Lösungen für eine gleichmäßigere Verteilung der Verkehrsströme auf die jeweiligen Zubringer zum Opelkreisel in Betracht kommen. Ganz sicher sollte man sich jedoch wohl auch mit den US-Streitkräften ins Gespräch kommen, inwieweit ggf. bereits auf dem militärisch genutzten Gelände der US-Streitkräfte eine Entlastung durch die Anbindung der dortigen Hauptverkehrsstraße erwirkt werden kann. Vielleicht besteht ja z.B. durch eine – mittels Zaun abgegrenzte – „Durchschneidung“ des nordöstlichen Teils des Militärgeländes und eine eigene Anbindung an die A6 zwischen KL-Einsiedlerhof und KL-West die Möglichkeit, eine direkte Zufahrt zu IKEA zu schaffen?
Ob eine Optimierung der Schaltungen der Ampelanlagen alleine ausreichend bzw. zielführend ist, dürfte angesichts des Kreiseldurchmessers und der zur Verfügung stehenden Verkehrsfläche hingegen stark bezweifelt werden. Vor allem dürfte die Annahme, dass eine Optimierung der Schaltungen wohl ausreichend sein dürfte, nicht voreilig ohne die bereits erwähnte Verkehrszählung und –analyse getroffen werden. Darüber hinaus werden Kreisel insbesondere deshalb gebaut, um Ampelanlagen und die damit meist einhergehenden Wartezeiten entfallen zu lassen. Insofern stellt der Opelkreisel schon eine verkehrstechnische Besonderheit dar.
Die Kaiserslauterer CDU fordert die Stadtspitze daher auf, umgehend eine Verkehrszählung und –analyse in die Wege zu leiten, um dann – in Kooperation mit dem Landesbetrieb Mobilität – höchst zeitnah zum einen eine vorläufige Konzeption mit der Lenkung der ermittelten Verkehrsströme z.B. durch eine entsprechende Hinweisbeschilderung umzusetzen sowie parallel dazu auch mit den US-Streitkräften zur Erlangung von Grundstücken zur Schaffung einer eigenen Aus- und Auffahrt zumindest im westlichen Teil der A6-Abfahrt KL-West und des Opelkreisels zu schaffen. Danach sollte dann zügigst an die Umsetzung einer dauerhaften Lösung herangegangen werden.
Als Zeitansatz für die Durchführung der Verkehrszählung und –analyse sowie der Einrichtung einer vorläufigen Lösung muss ein Zeitansatz von max. 4-6 Wochen ausreichend sein, um damit eine steigende Ausweitung des Schadensausmaßes (Umsatzrückgänge der Gewerbetreibenden im Gewerbegebiet West, ökologischer Schaden durch die im Stau stehenden Konsumenten und Pendler, zeitlicher Mehraufwand) zu verhindern. Im Übrigen sollte die Stadt hier schon aus Eigennutz schnellstmöglich das Dilemma beenden, um damit neben dem monetär nicht bezifferbaren Rufschaden für die Stadt auch die Gewerbesteuerausfälle durch die Gewinneinbrüche der im Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen nicht noch größer werden zu lassen.
Und abschließend sei noch erwähnt, dass man hierfür auch das Planungsbüro, welches für die Kreiselkonzeption verantwortlich ist, mit ins Boot nehmen sollte. Denn diese „unsägliche“ Lösung ist sicherlich keine Referenz für weitere Aufträge der öffentlichen Hand. Inwiefern sogar eine Schadenersatzpflicht durch die Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherung des Planungsbüros greifen könnte, ist eine juristische Frage, die nachrangig beantwortet werden sollte. Priorität hat die Verbesserung der Verkehrssituation!

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