Als „vertane Chance“ sieht der Kaiserslauterer CDU Bundestagsabgeordnete Xaver Jung die heutige Entscheidung des Stadtrats, die Bewerbung als Austragungsort für die UEFA Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2024 zurück zu ziehen. Außer Deutschland hat sich lediglich die Türkei als Austragungsland beworben, was in der momentanen politischen Situation die Chance für die deutsche Bewerbung steigen lässt. „Somit wäre auch Kaiserslautern als Spielort denkbar gewesen“, so Jung.
Der Abgeordnete ist der Meinung, dass die Entscheidung nicht in der heutigen Sitzung hätte fallen müssen. „Bei einem enrsthaften Interesse der Stadt hätte man diese Entscheidung vertagen können, um abzuwarten wie der 1.FC Kaiserslautern die Saison beendet um dann mit belastbaren Zahlen bezüglich des Stadions zu arbeiten“, fährt Jung fort. Außerdem hätte eine Vertagung dem Oberbürgermeister mehr Zeit eingeräumt, den Antrag der CDU Fraktion nach zu erwartenden Kosten detaillierter zu beantworten. Die in den Raum gestellten Millionendefizite können je nach Interessenlage gewertet werden.
„Außerdem hätte dieser Zeitraum die Möglichkeit geboten, bei der Landesregierung nach Unterstützung anzufragen, ähnlich wie beim Sommermärchen 2006. Aber die lieblose Aussage, Dr. Weichel habe mit einem Minister gesprochen, dessen Namen er auch auf Nachfrage von Manfred Schulz nicht nannte, zeigt doch, dass die Stadt entweder Angst vor einem Nein aus Mainz oder tatsächlich keinerlei Interesse hat. Nach einer Absage durch die Landesregierung hätte man die Bewerbung immer noch zurück ziehen können. Seit der sportlichen Talfahrt des 1.FC Kaiserslautern zieht sich die Stadt und das Land immer mehr vom Fußball zurück – von dem, was uns spätestens 1954 weltberühmt gemacht hat“, schließt Jung ab.

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