Der CDU-Ortsverband K’lautern Nord/Kaiserberg lehnt eine Erweiterung des Baugebiets Alex-Müller-Straße strikt ab. Der letzte Rest der wichtigen Frischluftschneise soll 45 Einfamilienhäusern weichen und damit 54.000 qm bestes Ackerland & Grünfläche im Stadtgebiet verloren gehen, obwohl EFH im direkten Umland von KL ausreichend vorhanden/geplant sind. Die, gegen die Stimmen der CDU, im Bauausschuss beschlossene Aufstellung des Bebauungsplanes für das Areal, soll 35.000 qm Wohnbaufläche umfassen.

Zur kommerziellen Vermarktung des Geländes einer Erbengemeinschaft und der Stadt, müsste erst der Flächennutzungsplan geändert werden, denn dieser weist das Areal als notwendige Grünfläche bzw. Ausgleichsfläche aus und sieht dort gerade keine Bebauung vor.

Die ursprünglich ermittelte Freifläche zur Autobahn und zum Lärmschutzwall  darf nicht aufgegeben werden. Es blieb im Bauausschuss von den zustimmenden Parteien zudem unberücksichtigt, dass erst nach Errichtung des Lärmschutzwalls beide Fahrtrichtungen der A 6 von jeweils 2  auf 3 Spuren verbreitert und die denkmalgeschützte Waschmühltalbrücke um ein weiteres Brückenbauwerk für die drei Fahrbahnen Richtung Saarbrücken nördlich ergänzt wurden. Diese jahrelange Baumaßnahme bedingte eine Fahrbahnerhöhung um ca. 1,00 m & ein erhöhtes Verkehrsaufkommen

mit der Folge gravierender Lärmbelästigungen, die besonders bei Ostwind für die Anwohner der nördlichen Bestandsbebauung unerträglich sind, wie uns glaubhaft versichert wird. Gefühlt rollen dort die LKW´s quer durch den Garten/Wohnzimmer. Die Wohn- und Lebensqualität ist trotz Lärmschutzwall  und Lärmschutzwand auf der Brücke, seitdem erheblich gemindert!

Zum Thema Kaltluftschneise gilt, dass das Areal auf Grund seiner Topogra- fie (Hanglage zur Innenstadt) mit den bis dato verbliebenen Freiflächen (Ackerland und Grün) idealerweise über die natürlichen Bahnen die Zufuhr

frischer  Kaltluft in die Senke der tieferliegenden Bebauung leitet. Durch die vorhandene Bebauung bereits massiv eingeschränkt, darf hier keine weitere Bebauung freigegeben werden; die Freihaltung von Frischluftbahnen ist im Rahmen des Klimaschutzes & Klimaanpassungskonzeptes der Stadt KL uneingeschränkt sicherzustellen!

Die Hanglage des abschüssigen Geländes birgt zudem die Gefahr von Überschwemmungsszenarien der tieferliegenden Bestandsbebauung bei Starkregen, die durch die Flächenversiegelung einer Neubebauung durchaus zu erwarten sind. Mit der  4-geschossigen Bebauung & den dazugehörigen Stellplatzüberdachungen nördlich entlang der Alex-Müller-Straße hat die Versiegelung im Bestand einen Grad erreicht, der Fragen & Bedenken hinsichtlich Fassadenbegrünung, Mikroklima, Erwärmung der Innenstadt im Sommer, Albedo Effekt und in der Folge Erderwärmung aufwirft.    

Vollkommen abwegig sind auch die Überlegungen der Erbengemeinschaft, die vorhandenen Spielstraßen, Theo-Vondano-Straße und Walter-Sommer-Straße, als Erschließungsstraßen für das neue Baugebiet heranzuziehen. Bereits der Begriff verdeutlicht, dass der Gesetzgeber Kindern dort das Spielen auf der Straße erlaubt und daher auch ein Bürgersteig fehlt. Wie hier jahrelanger  Baustellenverkehr funktionieren soll, ohne das Leben spielender Kinder zu gefährden ist mehr als fraglich, zumal in den beiden viel zu engen Spielstraßen mangels Parkplätzen oft auf beiden Straßenseiten geparkt wird.

Von massiven Verschmutzungen durch den schweren Lehmboden erst gar nicht zu sprechen. Noch gravierender sind allerdings die durch die schweren Baufahrzeuge zu erwartenden Schäden infolge schnellerer Abnutzung der Straßenbeläge, die dann die dortigen Anlieger & Mieter mitzutragen hätten. Das gälte auch für die angedachte Ausweicherschließung über die Merianstraße, Am Nussbäumchen & die gerade erst aufwendig erneuerte Alex-Müller-Straße!

All dies kann nicht zum Wohl der Allgemeinheit sein! Deshalb fordern wir den begründeten Erhalt der Frischluftschneise und des Naherholungs- areals für unsere Stadt, die umliegenden Anwohner, das Seniorenheim, die Theodor-Heuss-Grundschule, den Kindergarten Auf dem Seß, die Kinder- tagesstätte Am Nussbäumchen, die Freie evangelische Gemeinde.

Wir fordern, wie auch die Landwirtschaftskammer RLP, die Sicherung der landwirtschaftlichen Flächen für die ortsnahe LW-Existenzsicherung, die Intensivierung der vorhandenen Grünflächen & Gehölze, & mithin den Erhalt der dortigen Rapsfelder, als Pollen- und Nektarangebot für die Honigbienen im Frühjahr. Des Weiteren ein zusätzliches Begrünungskonzept zur Auf-wertung der Feldwege im Plangebiet durch Ergänzung der Obstbaum-

pflanzungen  z. B. als Alleen oder einen Naturerlebnispfad mit Schwerpunkt Obst- und Gemüseanbau. Hier könnte nach dem Vorbild der Stadt Andernach ein neuer Impuls für die gesamte Stadt KL angestoßen werden.

Der Erhalt der unversiegelten Fläche des Plangebiets gewährleistet den Luftaustausch in der innerstädtischen Kessellage und ist ein wichtiger Schritt gegen städtischen Klimawandel, Aufheizung und schlechte Luftqualität in der Innenstadt & dient der Gesundheit aller Mitbürgerinnen & Mitbürger.

Der Landespflegerische Planungsbeitrag vom 01.02.99 zum B-plan Alex-Müller-Str. macht hierzu klare Vorgaben, die eingehalten werden müssen!

Infos zu Beschlussvorlage TOP 3 B-plan Alex-Müller-Str. im Bauausschuss vom 17.08.20 finden sich unter https://ris.kaiserslautern.de/buergerinfo/

Wir freuen uns über Ihre Anregungen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unsere Forderung für eine lebenswerte Stadt, unterstreichen wir mit einer begleitenden Unterschriftenaktion (s.u.)

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