Informationsveranstaltung über die künftige Entwicklung des FH-Geländes in der Morlauterer Str.

Verbesserte Nahversorgung des Wohnbezirks ist in Sicht

Am 15. Juli hat der CDU-Ortsverband Kaiserslautern-Nord/Kaiserberg zu einer Informationsveranstaltung über die künftige Nutzung des Geländes der Hochschule (ehem. Fachhochschule) Kaiserslautern eingeladen. Zu der Veranstaltung, die bei den Bürgern ein großes Interesse fand, hatte der CDU-Ortsverband ins Hotel Alcatraz eingeladen. Unter der Moderation des Kreisvorsitzenden Harry Wunschel informierte Frau Elke Franzreb, Direktorin des Referats Stadtentwicklung, was mit dem Gelände nach dem Umzug der Hochschule auf den Campus Kammgarn geschehen soll. Bei dem Areal handelt es sich um die Neugestaltung des Quartiers zwischen Morlauterer Str., Alex-Müller-Str., Burggraben und Max-Planck-Str.
Frau Franzreb erinnerte an die seit 2007 vorgenommene Überplanung des Geländes und die damit einhergehenden frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligungen in den Jahren 2008 und 2012. Eingaben der Bürger seien geprüft und wenn möglich berücksichtigt worden. Trotz einer Verzögerung des Neubaus der Hochschule habe sich die Planung zur Neugestaltung sukzessive weiterentwickelt. Die bisher vorgesehene Einzel- und Doppelhausbebauung nördlich der Max-Planck-Straße sei teilweise durch eine Reihenhausbebauung ersetzt worden, erläuterte Franzreb die inhaltliche Weiterentwicklung der Planung zum städtebaulichen Konzept. Wegen Flächenknappheit und aus ökonomischen Gründen sei eine Nachverdichtung der Bebauung erfolgt. Die Einzelhausbebauung parallel zur Max-Planck-Straße wurde beibehalten.
Entlang der Alex-Müller-Straße, zwischen dem Kreisel und dem Burggraben, soll ein Sondergebiet „Lebensmittel-Nahversorgung“ entstehen. Frau Franzreb informierte darüber, dass es in der Vergangenheit mehrere Anfragen von Supermarktketten und Discountern gegeben habe, die großes Interesse am Betrieb eines Lebensmittelgeschäfts in diesem Bereich gezeigt hätten. Die räumlichen Gegebenheiten seien hierzu auch von der Größe der Fläche und der Verkehrsanbindung gegeben. Außerdem könnten in dem Sondergebiet über dem Marktgebäude neben einer Wohnnutzung noch Geschäfts- und Büroräume sowie sonstige Gewerbebetriebe zugelassen werden.
Für eine bessere Verkehrsverteilung im Quartier ist vorgesehen die Carl-F.-Benz-Str. in Richtung Osten zu verlängern und eine Ringstraße durch das Hochschulgelände zu führen. Auf eine Schleifenlösung innerhalb des Hochschulareals wurde verzichtet. An dieser Stelle werde im nördlichen Grundstücksteil des Hochschulgeländes eine Reihenhausbebauung geplant, die über Fußwege erschlossen werden kann, erläuterte Franzreb weiter.
Wies der Bebauungsplanentwurf 2012 noch insgesamt 74 Wohneinheiten für das Areal aus, vergrößerte sich die Anzahl im Bebauungsplanentwurf 2015 durch eine Verdichtung der Baufläche auf 90 Wohneinheiten.

Weiter verwies Franzreb darauf, dass das Gebäude der Mensa unter Denkmalschutz stehe und nicht abgerissen werden dürfe. Das Gebäude biete Möglichkeiten für eine kulturelle Nutzung.

Ausdrücklich betonte sie, dass eine endgültige Entscheidung über die Pläne zur Neugestaltung des Hochschulgeländes noch nicht gefallen sei. „Über die Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens werden die politischen Gremien nach der Sommerpause 2015 befinden.“

 

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