Die CDU hatte zu Beginn der Standortuntersuchung unmissverständlich signalisiert, dass jede sachlich überzeugende Entscheidung mitgetragen wird und dabei auch ausdrücklich die Waldlösung mit einbezogen. Das Standortgutachten, an welchem neben den ausgewiesenen Experten auch TU, Bürgerinitiative, Verwaltung und Fraktionsvertreter kooperativ und engagiert mitgearbeitet haben, hat viele wichtige Fragen für eine Standortentscheidung überraschend eindeutig beantwortet.
Dabei wurden nicht nur die Standorte gegeneinander bewertet, sondern auch die Lösungsansätze grundlegend optimiert. Nachdem die TU den Flächenbedarf im Wald bereits von 10 auf 2,5 Hektar reduziert hatte, konnte durch die Experten der Bedarf weiter auf einen Hektar begrenzt werden! Und dennoch liegen alternative Lösungen auf dem Campus weit vorne!
Ohnehin scheint in Kenntnis der nun erarbeiteten Information die Entwicklung des erforderlichen Flächennutzungsplan zur Erschließung der Wald-Option unkalkulierbar. Sicher lassen sich auch zukünftig weitere Fragen aufwerfen, die umfassend betrachtet werden könnten. Es muss jedoch bezweifelt werden, dass mögliche weitere Ausarbeitungen das Pendel nochmals eindeutig in Richtung Waldrodung lenken.
Ein Vorhaben dieser Größenordnung, dessen Umsetzung über 10 Jahre dauern kann, birgt immer etliche Unbekannte. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, der Entwicklung der Präsenszeiten der Studierenden an der TU nach Covid sowie der laufenden Fusionsaktivitäten mit Landau.
Das Gutachten hat gute Lösungen aufgezeigt. Natürlich ist klar, dass jede Lösung und besonders der Bau auf dem Campus zu Belastungen führt. Die Lösungen auf dem Campus haben aber den Charme, dass die Entwicklung autark von der TU und unabhängig von politischen Entscheidungen vorangetrieben werden kann.
Jeder, der nun noch versucht mit neuen Fragestellungen und Schleifen weiter zu verzögern und Bedenken zu streuen und diese gar bei der Landesregierung vorträgt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Entwicklung einer Lösung aktiv zu verhindern!
Umso wichtiger ist es, dass keine weiteren Schleifen gedreht werden und alle nun genauso gemeinsam engagiert für eine machbare Lösung auf dem Campus kämpfen.


Michael Littig
CDU-Fraktion, Fraktionsvorsitzender

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