Naturnähe muss Leitbild werden.

In der kommenden Stadtratssitzung am 31.01.2022 beantragen wir die „Naturnahe Waldnutzung im Stadtwald nach dem Lübecker Modell“. Wir streben einen Grundsatzbeschluss des Stadtrats zu den Zielen einer naturnahen Bewirtschaftung des Stadtwalds an. Wir wünschen uns, dass unser Wald künftig nach dem seit über 20 Jahren erfolgreichen Lübecker Konzept bewirtschaftet wird. Danach soll es keine Plantagenwirtschaft geben, sondern die Walddiversität gefördert werden. „Ein funktionierendes Ökosystem ist uns wichtiger, als die Erfüllung von im Haushalt eingeplanten Erträgen aus der Holzernte. Unser Wald ist wichtig für die Kaltluftströmung in unsere Stadt und als Naherholungsgebiet für unsere Bürger, und nicht als Geldquelle“, meint der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manfred Schulz. Der durch die naturnahe Waldbewirtschaftung geförderte Mischwald erlaubt es flexibler auf die Nachfrage am Holzmarkt einzugehen und erzielt dadurch sogar bessere Preise. Wir fordern den Verzicht auf Dünger und Pestizide sowie die Untersagung des Befahrens des Waldbodens außerhalb der Erschließung. Zukünftig soll auf den Einsatz von schweren Maschinen, wie dem Harvester für Holzernte und Transport verzichtet werden. „Eine dauerhafte Beschädigung des Waldbodens durch die schweren Erntemaschinen muss künftig vermieden werden. Der Holzeinschlag darf nur noch durch gut ausgebildetes eigenes Personal oder ggfls. durch regionale zertifizierte Unternehmer erfolgen“, so Schulz. Auf die Einbringung exotischer Baumarten soll verzichtet werden. Naturnahe Waldbewirtschaftung unterstützt die natürliche Verbreitung von heimischen, standortgemäßen Baumarten, die widerstandsfähiger gegen Störungen wie Sturm, Trockenheit oder Borkenkäferbefall sind. So wird das finanzielle Risiko des Betriebs gesenkt. „Alle forstlichen Aktivitäten müssen an den ökologischen Erfordernissen ausgerichtet werden um langfristig die Baumdichte und den Holzvorrat im Wald zu steigern und einen naturnahen Wald zu fördern“, fordert Schulz. Der Begründer des Konzepts Dr. Lutz Fähser soll zur Sitzung eingeladen werden um sein Konzept zu erläutern. Er unterstützt mittlerweile viele Gemeinden und Städte in ökologischer Waldbewirtschaftung. Durch das Lübecker Konzept der Waldwirtschaft konnte in Lübeck die Naturnähe der Waldbestände erheblich verbessert werden. Es gelang, das Holzvolumen zu vergrößern, unter anderem zur Absenkung von CO2. Das bislang in Kaiserslautern praktizierte forstwirtschaftliche Ziel der Waldverjüngung ist in Frage zu stellen, da alte Bäume die besseren Kohlenstoffspeicher sind. Die größten Bäume weisen die höchste Leistungsfähigkeit in Sachen Kohlendioxidaufnahme auf. Die Biodiversität in den Lübecker Wäldern konnte nachweislich erhöht werden. Bei verschiedenen gefährdeten waldtypischen Pflanzen- und Tierarten ist eine Zunahme zu verzeichnen. Bei alldem ist die Zahl der Mitarbeiter im Stadtwald Lübeck annähernd gleichgeblieben. Allerdings ist das Anforderungsprofil an die Mitarbeiter vielfältiger geworden. In Deutschland könnten die Wälder einen viel größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten als sie es derzeit tun. Manfred Schulz ist sich sicher: „Wir müssen die Bäume wachsen lassen. Um den Klimaschutz voranzutreiben, müssen wir unsere Wälder älter und vor allem vorratsreicher werden lassen.“ Weitergehende Informationen finden Sie unter www.naturwald-akademie.org.

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